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Tausende Tamilen haben am Samstag in Berlin gegen den Bürgerkrieg in Sri Lanka protestiert. Der Polizei zufolge versammelten sich rund 5000 Demonstranten vor dem Roten Rathaus. Der Zug zog zum Brandenburger Tor. Die Teilnehmer trugen rote Fahnen der Tamilischen Befreiungstiger (LTTE), aber auch Deutschland-Fahnen. Sie riefen «Rettet die Tamilen», «UNO hilf uns» und «Für Frieden, gegen Vertreibung». Auf Plakaten war zu lesen: «Selbstbestimmung und Unabhängigkeit für das tamilische Volk». Nach Angaben einer Polizeisprecherin verlief die Veranstaltung ohne Zwischenfälle.
Zu der Demonstration hatte die Tamilische Gemeinde in Deutschland aufgerufen. Die Tamilen werfen der singhalesischen Armee Völkermord an der tamilischen Minderheit auf Sri Lanka vor. In dem Inselstaat leben rund 19,5 Millionen Menschen. 75 Prozent davon sind Singhalesen, 18 Prozent zählen zur tamilischen Minderheit.
Die LTTE führte seit Jahrzehnten einen bewaffneten Kampf für einen eigenen Staat im Norden der Insel. Sie wurden in den vergangenen Wochen militärisch besiegt.
Danke Peter, das du uns das gezeigt und die Infos! Aber wo hast du das Foto gemacht? Ich dachte also es war ohne Zwischenfälle gelaufen?! Oder war das simuliert?
Lieben Gruß
Samira
@Samira - das Foto ist kurz vor dem Brandenburger Tor entstanden und die Szene ist nur simuliert. Sie soll die gewaltigen Übergriffe von Polizei und Militär darstellen.
Großartige Simulation und eine klasse Doku von Dir, Peter. Wie ich mich kenne, hätte ich beinahe einen Herzinfarkt gekriegt, weil ich geglaubt hätte es sei echt...
sehr gut fotografiert. so schlimm die situation dort vor ort ist, es erschreckt mich aber auch wie eine "bloß" nachgestellte situation als fotografie auf mich wirkt.
lg christine
Die LTTE ist eine Terrororganisation mit Führerkult. Bisher hat keine andere Terrororganisation mehr Selbstmordattentate verübt, ermordeten Zivilisten, auch Mönche, Betende in Moscheen.
Die LTTE setzte "Kindersoldaten" ein. Seit 2003 tut sie dies angeblich nicht mehr.
Die LTTE betreibt ethnische Säuberungen. Durch mafiöse Strukturen zwingt sie weltweit Tamilen, Geld zu "spenden".
Außerdem ist die LTTE nicht nur massiv in Menschen- und Organdhandel, sondern vor allem auch in den internationalen Rauschgifthandel verstrickt.
Diese Informationen - gutteils auf www.de.wikipedia.org/ltte nachzulesen - hat uns der Vorschlagende bzw. der Photograph vorenthalten.
Wenn ein Bild mit solch einseitiger Propaganda zugunsten einer Terrororganisation mit einem solch einseitigen, beschönigenden Text serviert wird, kann es schon aus grundsätzlichen Erwägungen natürlich nur ein deutliches CONTRA geben gegen den Versuch, die FC zur Propaganda für eine Terrororganisation zu mißbrauchen.
Natürlich ist dies eine beeindruckende Aufnahme, die einen faden Beigeschmack erzeugt.
Die Aufnahme zeigt im Rahmen der Demo -nachgestellt- die Gewalt gegen einen Regimegegner.
Gewalt in jeglicher Form lehne ich ab.
Die gestellte Szene manipuliert aber einseitig den Betrachter.
Ich kenne die tatsächlichen Verhältnisse in Sri Lanka nicht, um letztlich eine abschließende Beurteilung abgeben zu können.
Die Aufnahme als Dokumentation zu bezeichnen, halte ich für gewagt.
Für mich keine Galerieaufnahme, daher -C-
LG K-H
Zum Thema gebe ich André Freud, die Informationen betreffend recht.
Ich kenne die Situation in dem Land seit vielen Jahren. Der Frieden, der zur Zeit dort herrscht ist teuer erkauft. Er hat auf beiden Seiten sehr viele unschuldige Menschen das Leben gekostet. Das hat aber die vielen Touristen in den letztem 20 bis 30 Jahren, hauptsächlich aus Europa scheinbar nie sonderlich interessiert.
Was mir an dem Text noch auffällt, es gibt keine singhalesische Armee. Es gibt nur eine Armee der demokratischen sozialistischen Republik Sri Lanka.
ich weiß es natürlich nicht, aber die Szene wirkt nachgestellt, für mich daher weder Reportagefotografie noch Zeitdokument.
und auch so contra
edit, ich les gerade, simuliert, na ja...
über den Bürgerkrieg und Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanke kann man sich informieren und die Hinweise von André gehören dazu bzw. sind zu begrüßen.
Was mir aber bei dem Bild wesentlich fehlt ist die Information, dass hier Szenen nachgestellt wurden. Dies Information liefert erst Die Mohnblume. Ich hatte mich allen ernstes gefragt, was denn da in Berlin los war und wer der dunkelhäutige Mann im Kampfanzug war. Ein berliner Polizist konnte es doch wohl nicht sein. Und seit den Zeiten des Berlinbesuchs des Schahs Mohammad Reza Pahlavi zusammen mit seinen "Jubelpersen" 1967 hat sich doch wohl hoffentlich nachhaltig einiges getan ..
Der vordergründig (weil wesentliche Informationen fehlen) im Gegensatz zum Bild stehende Kommentar der berliner Polizei: "Veranstaltung ohne Zwischenfälle. " verschärft diesen Widerspruch nur.
Diese Bild so als Zeitdokument zu präsentieren lehne ich entschieden ab. Das ist Fehlinformation und du setzt Dich dem Verdacht der Manipulation mindestens aber der Effekthascherei aus. Da ich Deine Bilder kenne, weiß ich, dass Du das nicht nötig hast!
Du hast zwar den Kontext in der Bilddiskussion geliefert aber das gehört für eine saubere Berichterstattung direkt unter das Bild.
(Wer liest schon im Voting die Bilddiskussion durch)
Als Foto einer gestellten Szene bei einer Demonstration ist mir der Bildschnitt zu beliebig, Die Hauptszene zu mittig und das Bild insg. zu dunkel.
Das ändert aber nichts daran, dass es richtig und wichtig ist, Menschenrechtsverletzung in aller Welt immer wieder und konkret anzuprangern.
Egal, was man für eine politische Einstellung dazu hat oder ob das nur eine gestellte Szene ist. Immerhin hat es ja auf diesen längst verdrängten Konflikt aufmerksam gemacht und damit genau seinen Zweck erfüllt.
@rust
ich als vorschlagender, halte es für legitim, ein bild einer demo unter zeitdokumente vorzuschlagen...
wenn du dich darüber echauffieren musst, dann ist das wohl so und dann musst du das eben entschieden ablehnen und womöglich diesen vorschlag auch aufs schärfste verurteilen... :-)))
@ Arno: Es ist ein rhetorisches Mittel - sich vehement gegen Vorwürfe zu verteidigen, die gar nicht gemacht wurden. Lies doch bitte noch mal meinen Text. Danke!
lg carlos
Hat sich irgendjemand von den Kommentatoren einmal wirklich mit dem Entstehen der Eskalationen auseinander gesetzt? Hat der Rest der Welt sich mit den permanenten Menschenrechtsverletzungen an den Tamilen befaßt? Kennt jemand von Euch einen "Betroffenen" persönlich? Ich ja. Und ich muß sagen, dass mich das Schicksal der betroffenen Minderheit, die Verluste im Familen- und Freundeskreis mehr als betroffen macht.
Zum Foto E
Top Reportagefoto!
Ich hoffe nur die deutschen Sicherheitskräft haben diesen, mit Knüppel bewaffneten Kerl zur Rechenschaft gezogen. Von den Passanten im Hintergrund hat ja offensichtlich niemand sich dafür interessiert.
PRO
genau, es geht ums Bild und diesem fehlt jegliche Authentizität, da entweder in einem ungünstigen Augenblick abgedrückt oder die Jungs ne sehr schlechte Show lieferten, schaut aus als würde der "Aggressor" Thai Chi oder sowas praktizieren und bis auf die beiden ganz links und rechts, wirken alle eher lustlos.
wie gesagt, entweder ne schlechte Aufführung, dann wärs das knipsen nicht wert, oder nen schlechten Moment erwischt, für mich persönlich jedenfalls kein Galeriebild, kann aber jeder sehen wie er will ;-)
-unsinnig diese diskussion wer besser oder schlechter ist-tamile oder singalese, kosovo albaner oder serbe
homo homini lupus est und das gilt für alle egal wie sie heissen inszeniert oder nicht das bild finde ich hervorragend-zumal es dymamisch ist , ein hingucker ist und zum nachdenken anregt pro
Ist ein Foto einer Demo jetzt kein Zeitdokument mehr, nur weil dort Szenen nachgestellt werden, die der Illustration von wie auch immer gearteten zeitgeschichtlichen Geschehnissen dienen sollen?
Eine bessere Bestätigung meiner Ausführungen kann es eigentlich gar nicht geben als die Anmerkung von Detlev Henseler:
¨ Top Reportagefoto!
Ich hoffe nur die deutschen Sicherheitskräft haben diesen, mit Knüppel bewaffneten Kerl zur Rechenschaft gezogen. Von den Passanten im Hintergrund hat ja offensichtlich niemand sich dafür interessiert.
PRO"
@ Detlef: Dir ist kein Vorwurf zu machen - wieso sollte es auch notwendig sein, alle Kommentare lesen zu müssen, um sich ein Urteil erlauben zu können.
Das ist kein Dokumentarphoto. Es ist ein Bild einer Iszenierung - also vergleichbar einer Theateraufführung. Würde jemand auf die Idee kommen, ein Photo, das während einer Inszenierung eines Schauspielaufführung gemacht wurde, als "Dokumentarphoto" zu bezeichnen? Wohl kaum!
Würde jemand auf die Idee kommen, ein Photo eines SA-Manns, der am Boden liegt und (vor 33, natürlich) von einem Schupo mit körperlicher Gewalt bedrängt wird, mit einem Kommentar à la "die arme SA wird unterdrückt" hier einstellen?
Wohl kaum.
Klar: jeder Vergleich hinkt. Daß aber mit diesem Bild und seinem Begleittext unredlich agiert wird, wird aus zweierlei klar:
Edits mehrerer Voter belegen, daß diese das zu Sehende nicht für gestellt hielten - also übermittelt das Bild (zumindest teilweise) Fehlinformationen
Der Begleittext stellt die Tamilen-Tiger als eine Art edle Befreiungsorganisation dar. Kein Wort von massenhaften Morden, Kindersoldaten, Rauschgift.
Das hier ist pure Propaganda übler Art.
Ich hätte nicht geglaubt, daß der Unsinn noch zu toppen
ist, der bisher geschrieben wurde, aber ich muss zu gegeben mich getäuscht zu haben. Ich habe selten im Leben so einen Stuss gehört.
@Michael - Manchen Leute brauchen das scheinbar
und sie lesen sich gerne selber, weil sie das für ihr Ego brauchen. Lassen wir sie weiter spielen, ich amüsiere mich gerade köstlich darüber. :-))
Ich habe die Diskussion interessiert verfolgt. Eigentlich ein sehr spannendes Thema: Ist das Fotografieren einer gestellten Szene eine andere Art von dokumentarischer Fotografie als das Fotografieren einer realen Szene? Ist es legitim oder gar für die Bildwirkung wichtig, eine Erklärung wegzulassen?
Schade, dass nur noch Beschimpfungen und keine sachlichen Argumente mehr ausgetauscht werden. Gerade eine Stellungnahme des Fotografen hätte mich hier sehr interessiert.
Das war doch der Auslöser, Gerhard: das Bild wird nicht als Inszenierung gekennzeichnet, der Text über die LTTE ist extrem einseitig, verharmlosend und propagandistisch. Darin steckt, denke ich, eine klare (wenn auch mE nicht akzeptable) Aussage des Photographen. Meinst Du nicht?
Ehrlich gesagt verstehe ich hier die Diskussion nicht ! Der Fotograf hat eine Demonstration dokumentiert, auf der Szenen aus dem Heimatland von den Demonstranten nachgestellt werden ... also hat der Fotograf nichts weiter als ein Foto gemacht !
Wer das für eine reale Szene in Sri Lanka hält, hat sich das Foto nicht wirklich angeschaut ... die Berliner Bevölkerung nimmt keine Notiz von der Szene und wie der Polizeibericht sagte, alles verlief friedlich ! wo bitte ist jetzt das Problem ???
Hier geht' nicht um Deine Eindrücke. Du bist es - nebst anderen -, dem es hier um "Zoff" geht, denn andernfalls würdest Du mir schreiben, wenn Dir etwas nicht paßt - und nicht die Bilder Dritter dazu verwenden, hier billige, persönliche Angriffe loszuwerden.
@michal
wie kommst du nur darauf... er hatte doch ne lange auszeit und muss sich jetzt wieder durch sein gesülze ins gespräch bringen :-)
vor der auszeit war das aber wohl auch nicht so erfolgreich, denn sonst wäre er mir sicher aufgefallen :-)
"André Freud, 14.11.2011 um 22:48 Uhr
......Wenn ein Bild mit solch einseitiger Propaganda zugunsten einer Terrororganisation mit einem solch einseitigen, beschönigenden Text serviert wird, kann es schon aus grundsätzlichen Erwägungen natürlich nur ein deutliches CONTRA geben gegen den Versuch, die FC zur Propaganda für eine Terrororganisation zu mißbrauchen."
Mit dieser agressiven Anmerkung fing der Zoff hier doch erst an.
Das liest sich so, als ginge es nicht um das Foto, sondern nur gegen den Fotografen.
Arno M2, 14.11.2011 à 22:47 Heures
danke fürs ansehen...