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Quoi de nouveau ?

Jean Albert Richard


World Membre, Runkel

Am Achenpaß (1989)

Dies ist ein von den wenigen Bildern, die während meiner Deutschland-
Tour aufgenommen worden sind.
Da es keine solche Veranstaltung gibt, hatte ich eine Strecke selbst
entwickelt, mit Start und Ziel in Darmstadt, wo ich damals Mitglied eines
Radsportsvereins war. Der Spaß sollte rund 4.300 kilometer lang sein,
und ungefähr zwei Wochen dauern.
Es ging zuerst nach Süden los, bis zur französischen Grenze bei Bad
Bergzabern, dann nach Westen bis zur Mosel, an der Sauer entlang, und durch die Eifel durch. Es war ein angenehmer Anfang, landschaftlich
überwiegend sehr schön. Ab Aachen nordwärts, an der niederländischen Grenze entlang war es schon weniger reizend, von zahlreichen Torfhaufen
abgesehen hoffnungslos flach. Ab Emden wurde es nicht viel besser, man kann sich zwar kaum verfahren, aber abwechselungsreich ist es nicht.
Ab Niebüll, an der dänischen Grenze entlang herüber nach Glücksburg ist
es wenigstens dünn bewaldet, aber eine Gangschaltung ist immer noch
nicht zwingend erforderlich.
Die Ostseeküste wäre willkommen gewesen, wenn es nicht an dem Tag ständig geregnet hätte, aber was soll es?
Es ging nur bis nach Lübeck, die Zonegrenze stand noch, und dann südwärts nach Lauenburg, und an der Elbe entlang bis Dannenberg, und
wieder an der Zonegrenze entlang bis Helmstedt.
An diesem Abend war ich wirklich froh die ersten Wellen des Harzes sehen zu dürfen. Ab dann war es wieder mein Terrain.
Nach dem Harz kommt bald die Rhön und schon ist man an den Türen des Bayerischen Waldes. Dort war es ziemlich kalt, selbst Anfang Juli.
Nach Passau wurde es wieder wärmer.
Der nächste Wendepunkt war Berchtesgaden, und dann war die Alpenstraße bis zum Bodensee an der Tagesordnung.
Von Lörrach nach Freiburg nahm ich die alte Straße über Badenweiler, die nicht so befahren, und welliger ist als die B3 unten am Rhein.
Ich hätte am gleichen Tag noch die Schleife beenden können, aber auf
Grund einer Absprache mit dem Darmstädter Radsportsvereins sollte ich
erst am nächsten Tag ankommen, weil es auf der Radrennbahn ein kleines Volksfest gab.
Ich habe mich also zurückgehalten, und bei Bad Herrenalb übernachtet.
Es blieben nur noch rund 190 Kilometer bis nach Darmstadt, sozusagen
eine Halbetappe, und alles lief planmäßig bis zum Schluß.
Ich bin glücklich, daß ich es gemacht habe, würde es aber nicht unbedingt wiederholen: zwei Drittel der Strecke sind mir wirklich zu flach und eintönig.
Ich brauche ein dreidimensionales Universum, wo die Höhe die wichtigste
der drei Dimensionen ist: nur mit Weite und Breite kann ich wenig anfangen, wahrscheinlich weil ich ursprünglich ein Alpentyp bin.

Das Bild wurde am Achenpaß aufgenommen, nachdem ich am Tegernsee
von einem Gewitter erwischt wurde.



Commentaire 7

  • Jean Albert Richard 14/12/2008 5:22

    @Ludwig,

    an diesem Tag allerdings beinahe: am Gipfel bin ich rechts abgebogen, und in Richtung Wallgau - Krün gefahren, eine wunderschöne Bergstraße übrigens.
    LG

    Jean
  • Ludwig Go 14/12/2008 4:10

    Jean - im schönen Land Tirol :-)
    Ist ja irre, wo du überall mit dem Rad herumgekurvt bist, bewundernswert!
    LG²
  • Thomas Reitzel 12/05/2007 13:27

    Mann oh Meter, die bist ja wirklich ein extremerLangstreckenfahrer - Deine Ausdauer in dieser Hinsicht hätte ich gerne gehabt. In Sachen Terrain pflichte ich Dir unbedingt bei - unser norddeutsches Flachland macht mich depressiv! Und auf flachem Terrain radzufahren ist auch für mich uninteressant.
    LG Tom
  • Jean François Mottier 10/05/2007 22:52

    Courage
    Bravo
    Jean
  • Tanjung-Pinang 10/05/2007 21:14

    Ein toller Schnappschuß, die haben schon was in den
    Beinen gehabt.
    Klasse.
    lg monika
  • Sandhöfer 10/05/2007 19:58

    Sehr schön deine Bildbeschreibung.
    Du mußt ja 20 000km im Jahr haben.

    Sehr interessant !

    Kette rechts und Gruß Ettore.
  • Klaus Kieslich 10/05/2007 19:13

    Mein lieber Mann ,hast Du Touren hinter Dir....ist ja Wahnsinn !
    Gruß Klaus