Ce site internet utilise des cookies afin de fournir différentes fonctionnalités, de personnaliser les annonces et d'analyser les accès. En utilisant ce site internet, vous acceptez l’utilisation de cookies. Informations complémentaires

Quoi de nouveau ?

norbert eising


Free Membre, Nümbrecht
[fc-user:2029316]

A propos de moi

Es ist ein bitteres Handicap der Wahrheit, dass sie nur hilft, wenn sie auch GEWUSST wird. (n.e.)

In dieser Zeit, in der fast jeder dank GOOGLE fast alles zu wissen glaubt, wird wirkliche Dummheit zu einem wichtigen Alleinstellungsmerkmal. (n.e.)

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer. (F. de Goya)

Jedes Foto ist genau, keines zeigt die Wahrheit. (Richard Avedon)

Commentaire 6

  • Hartmut Ustorf 29/01/2018 20:20

    Hallo Norbert.
    Danke für Deinen Kommentar auf meiner Profilseite.
    Stimmt so ungefähr, was Du da geschrieben und wie Du meine Ausführungen interpretiert hast.

    Regeln mutwillig und ganz ohne Ziel zu brechen, ist sicher nicht meine Aufforderung; es ist aber auch kein Schaden, wenn es einer mit seinen Fotos tut. Sich nicht von Regeln bremsen zu lassen ist gemeint. Vergeßt sie ganz einfach und laßt Euch von Eurer Intuition leiten, ist meine Message. Das ist der allerbeste Leitfaden.

    Ich war mal in einem Fotoclub, da wurden - nicht so vorgegeben, sondern von einigen Mitgliedern als "must be" so eingeführt - Fotos sehr oft nach der Erfüllung formaler Kriterien beurteilt. Besonders der "goldene Schnitt" hing immer drohend im Raum. Darum auch habe ich diesen Begriff beispielhaft erwähnt, der mir noch heute in den Ohren scheppert; der ist seit der Zeit bei mir zu einem Unwort mutiert: Alles soll man in meine Bilder hineininterpretieren, aber bloß keinen goldenen Schnitt bitte! Da hatte ein Foto kaum eine Chance, gelobt zu werden, wenn es nicht nach den Regeln dieses katastrophalen Schnittes aufgebaut war. Das war wirklich absurd.

    Ja, ich weiß, alte Meister, vielleicht auch neue, haben Gemälde nach solchen Regeln erschaffen, das habe ich schon in der Schule im Kunstunterricht so gelernt. Aber die alten Meister haben uns das nicht erzählt. Es sind vielmehr die Interpreten nachfolgender Jahrhunderte, die das dabei herausgelesen oder hineininterpretiert haben, weil sie im Bildaufbau Parallelen erkannt haben oder glauben erkannt zu haben. Also ich nahm das schon damals einfach so zur Kenntnis. Vielleicht ja, vielleicht nein. Nun, wie auch immer, ich habe mich dazu entschieden, mich an gar keine dozierten Regeln zu halten. Meine Regeln heißen, gute Ausrichtung der Szene, Bildschärfe und unendliche Schärfentiefe (wenn denn nicht ein Motiv das Gegenteil verlangt). Ich interpretiere die Kunstfreiheit, die auch für die Fotografie gilt, als gestalterisch grenzenlos und habe das mit meinen Ausführungen auch so empfohlen. Und ich glaube, das macht wohl auch fast jeder so. Darum auch lehne ich das Fotokurs-Lehrwissen ab.

    In der letzten Woche habe ich im Fernsehen eine Sendung über die darstellenden Künste aus dem historischen Ägypten gesehen; Skulpturen von Pharaonen, auch der Nofretete, auch Reliefs bedeutender ägyptischer Figuren. Was der Kommentator da so alles reininterpretierte, hat mir die Haare hochgetrieben. Er erkannte die Sorgenfalten von schwerbeladenen politischen Entscheidungsträgern, die Kümmernis weiblicher "Models", die Leichtigkeit und Unbeschwertheit anderer usw. Er glaubte, aus den Gesichtern die jeweils aktuelle politische Lage herauslesen zu können.

    Nichts davon habe ich erkannt! Zumal, das muß man wissen, historische Abbildungen kaum jemals realistische Darstellungen waren und die Künstler wohl solche Dinge kaum im Kopf hatten, wie sie der Reporter da 4000 Jahre alten Kunstwerken so unbekümmert und mit grenzenloser Phantasie da unterstellte. Das klang alles beeindruckend kenntnisreich, aber war unglaublich unsinnig. (Übrigens: Die meisten Journalisten wissen auch nie den Unterschied eines Theaters und eines Amphitheaters. Die geben sich nicht mal die Mühe, sowas mal zu recherchieren bevor sie die Öffentlichkeit akustisch zudröhnen).

    Die antike Kunst, also die ägyptische, vor allem aber die griechische und die römische, zeichnen sich durch die idealisierte Darstellung aus. Perfekte Körper, perfekte Gesichter. Die wenigsten zeigen die dargestellten Personen so, wie sie wirklich aussahen. Das gibt es nur in Einzelfällen, was aber durchaus auch Zufall sein kann. Auch fehlt in vielen Darstellungen die Perspektive und die Dreidimensionalität. Als die Menschen das erlernten, sahen die Darstellungen plötzlich ganz anders aus.

    Und ich meine wirklich, daß man mit Kreativität auch durchaus neue Regeln schaffen und alte Regeln über Bord werfen kann.

    Auch in der Mode passen heute Dinge zusammen, deren Kombination meinen Eltern wohl die Zähne hätten ausfallen lassen in der jeweils aktuell erlaubten Zusammenstellung. Da hatten die Modemacher dann aber in der Regel mit rational kalkulierter Provokation wirklich alles mutwillig über den Haufen geworfen, was bis dahin galt. Und es hat funktioniert!

    Hast Du schon mal Modefotos von Helmut Newton gesehen? Das sieht immer so aus, als hätte er bei 200 km/h die Fotos einhändig vom fahrenden Motorrad geschossen, mit seinem Leica-M-Modell, nachdem er es aus der Lederkluft gezerrt hat. Die verwischten und oft nur in Verbindung mit viel Phantasie interpretierbaren Ergebnisse haben neue Maßstäbe gesetzt. Was die (meistens) Frauen da tragen oder nur halb tragen oder vielleicht gar nicht tragen und potentielle Kundschaft animieren sollte, konnte man eigentlich nur erraten und sich dabei vielleicht irren. Dem kam es mehr auf die erotische Ausstrahlung an als auf die getragenen Modefummel. Doch damit ist er einer der berühmtesten Modefotografen geworden und hat alle ausgeknockt, die bis dahin an das gestellte, konstruierte, reine, kristallklare Bild geglaubt haben. Konstruiert? Das Wort hat Helmut Newton bestimmt nie in seinem Leben gehört.

    Ich stelle dabei nicht die Frage, ob es mir gefällt; es gefällt mir in der Tat nicht. Aber ich habe die Chuzpe bewundert, wie so ein Mann alles vom Sockel stößt, was bis dahin den Lorbeerkranz trug, es zerschreddert, sich selber krönt und auf den Sockel stellt - und dabei von der Welt der Fotografie gehuldigt wird. Mein wirklich allergrößter Respekt und meine allergrößte Bewunderung. Ab jetzt heißt die Regel "Helmut Newton".

    Und das war auch meine Message auf der Wettbewerbsseite. Keine Jury wird jemals den Geschmack der Betrachter treffen. Und davon geht die Fotografie auch nicht unter, wie ich das gelesen habe, die nimmt das überhaupt nicht zur Kenntnis. Viele Kommentatoren zerstampfen das Ergebnis so, daß sie die Bilder damit gleich mit in den Abgrund reißen. Was ist überhaupt niveauvoll und was ist niveaulos? Sorry, keine Ahnung! Das ist auch so eine Frage, die ich nicht beantworten kann.
    Einige Siegerfotos gefallen mir, aber ich hätte sie auch nicht gewählt. Doch deshalb muß ich die fotografischen Autoren nicht gleich implizit zu niveaulosen Deppen erklären; denn das ist ja in solchen Kommentaren gemeint die sagen, wer solchen Mist wählt, tötet die Fotografie oder Ähnliches. Und wenn ich mir die Galerien der so urteilenden Betrachter anschaue, dann frage ich mich immer, wie könnt ausgerechnet Ihr so ein Urteil fällen? Ist es der Frust über die Erkenntnis, es nicht besser zu können? Oder vielleicht nicht einmal so gut zu können?
    Daher auch mein ironisch/polemisch/ätzender Kommentar zu den Ausführungen vieler Kommentatoren.

    So, das war's.

    Ich glaube, das habe ich soweit verständlich dargestellt, oder?

    Danke noch einmal für Deine Ausführungen ganz am Anfang.

    Gruß Hartmut
  • norbert eising 05/12/2017 4:23

    "DAS WESEN DER GESAMTEN PHOTOGRAPHIE IST DOKUMENTARISCHER ART"…August Sander
  • norbert eising 29/11/2017 10:43

    Ich höre oft, ein Bild sage mehr als tausend Worte.-- Eins stimmt: Ein geschwätziges Bild quatscht JEDEN zu... Ein sprechendes Bild wartet manchmal geduldig auf eine Frage!
  • norbert eising 25/11/2017 15:52

    noch was: ich finde es albern und zu aufwendig, mich für jeden kommentar zu bedanken. da ihr euch nicht ohne grund mühe gebt, etwas wichtiges zu schreiben, reagiere ich, wenn es das gespräch weiterführt, direkt unter den bildern. UND! ich verspreche euch, auch bei euren bildern genau hinzusehen!
    lg norbert
  • norbert eising 23/11/2017 13:51

    gefälligkeitskommentare könnt ihr von mir nicht erwarten, aber ich versuche, jeden erkennbaren willen zu möglichst guter fotografie zu respektieren. vergesst nicht, dass auch wirklich grosse fotografen wie cartier-bresson, r. avedon oder r. capa in ihrem ganzen LEBEN vielleicht je 50 fotos gemacht haben, die im gedächtnis der welt geblieben sind (natürlich hängt das auch vom ausmass des verstandes in der welt ab!) anyway: auch fotografie hat nur dann sinn, wenn wir DEN BESTEN nacheifern!
    lg norbert
  • Li-Lo 22/11/2017 18:05

    Hallo Norbert,
    danke für Deinen Besuch in meinem Archiv,
    hab mich über Dein Fav. sehr gefreut und bin
    gespannt auf weitere Fotos von Dir,
    Gruß Lilo
    Standesamt
    Standesamt
    Li-Lo

Mes stats

  • 3 37
  • 23 120
reçus / Donné

Compétence

  • Photographe (expérimenté)

Equipement

zwei Augen, zwei Beine, ein Finger, ein paar Kameras, KEIN Stativ.