DDA


Premium (Basic), Berlin

Endlich....

hab ich es auch geschafft - eine MiG-21 selbst auf die Platte zu bannen. Lang hat es gedauert - und es erforderte einen kleinen Ausflug bis nach Kecskemet (ca. 80 km südöstlich von Budapest). Für viele ist dies sicher ein Flugzeug wie jedes andere, mich verbinden sich damit ganz viel Erinnerungen und, es gab Ausgaben davon, die ich wörtlich bis ins Innerste kannte. Noch heute dürfte dies der Typ sein, über den ich am besten Bescheid weiß. So hab ich die längere Reise und die sommerlichen Temperaturen mit wahrer Begeisterung auf mich genommen und meine Erwartungen wurden weit übertroffen.
Konkret kam diese MiG-21UM, modifiziert als "LanceR" von den rumänischen Luftstreitkräften, die noch einige davon in ihrem aktiven Bestand haben. Damit sind sie in Europa neben Kroatien die Einzigen.
Die weiße "Fahne", die kurz vor Ende der Tragfläche dem Rumpf entströmt, ist kein Zeichen eines Defektes, sondern ein normaler Vorgang. Es ist Kraftstoff aus dem Drainagesystem (dort sammelt sich unverbranntes Kerosin), welcher bei Lastwechseln des Triebwerkes vermehrt auf- und damit austritt. Hier zeigt sich die Maschine am Ende eines langsamen, tiefen Überfluges über die Vorführachse, der Faherwekshebel steht auf Einfahren, die Räder haben ca die Hälfte des Weges bereits zurückgelegt und die dazu ebenfalls ausgefahrenen Landeklappen sind schon wieder in ihre Normalstellung zurückgekehrt, gleich wird es mit höherer Geschwindigkeit weiter gehen..

Commentaire 10

  • wkbilder 24/07/2020 10:08

    du kennst dich aus, kenne die auch noch, erst die MiG 17, dann die 21, lg peter
  • Sonja Grünbauer 26/01/2014 12:00

    Bestens+++ auch mit der Fahne. ein i Pünktchen für dein Bild. gruss Sonja
  • DDA 04/10/2013 10:46

    Hallo Lutz,
    ja, auch in den Luftstreitkräften sind, teils durch technische, teils durch menschliche Fehler begründet (manchmal auch durch eine Vermischung beider), eine ganze Anzahl an MiG-21 verunglückt. Trocken mathematisch betrachtet, war die mittlere Unfallrate allerdings nicht niedriger oder höher als bei anderen Militärmaschinen dieser Zeit. Trotzdem war/ist jeder Unfall einer zuviel.
    Die Ausrüstung der Luftstreitkräfte mit MiG-21 begann im Jahr 1962. Neben den Einsitzern der ersten Generation (MiG-21F-13) wurden auch doppelsitzige Versionen (anfänglich MiG-21U400) in den Bestand eingegliedert.
    Angesichts Deiner Beschreibung ("das Weiße im Auge des Piloten" ;-) ) standest Du sicher entweder in der Nähe eines Flug - Übungs- oder Schießplatzes. Bei ersterem hätten aber auch bezeiten doppelsitzige Versionen auftauchen müssen, von letzteren gab es meines Wissens nach nur zwei (Jerischke über Land und Peenemünde über Wasser), die von den DDR-LSK genutzt wurden. (die sowjetischen Streitkräfte hatten noch ein paar mehr)...
    Aber was würde ich heutzutage dafür geben, genau die von Dir beschriebene Situation noch einmal anzusehen oder gar mit der Kamera festhalten zu können...

    VG
    Axel
  • Lutz Matthias Berger 02/10/2013 23:21

    Hallo Axel,
    ich bin ganz angetan von deiner Begeisterung, zumal ich es nachvollziehen kann, wie man für einen Flugzeugtyp so auflebt. Mir geht es ja ähnlich. Von den DDR 'Luftstreitkräfte/Luftverteidigung' wurden ja weit über Hundert "in den Dreck gebohrt"...dann darf ich nicht 'drüber nachdenken, daß ich als kleiner Junge auf der grünen Wiese oftmals die Gelegenheit nutzte, um den trainierenden Piloten im Tiefflug zuzusehen...(Jg. 1959) Da ich mich damals aber schon extrem(st) für alle Luftfahrzeuge interessierte, wäre mir aber eine UM aufgefallen. Ich denke sie hatten alle Einmann-Cockpits. Die Erinnerung ist deshalb so präzise weil ich oft "Gesichtskontakt" (Visier) hatte...! Kann man sich die 'Höhe' vorstellen.

    LGe Lutz
  • simba44 30/09/2013 20:58

    Deine Geduld hat sich gelohnt, ausgezeichnet hast du das Flugzeug abgelichtet. Eine Rarität, die ich noch nie gesehen habe.
    LG simba44
  • Wolfgang Lohmann 22/08/2013 20:04

    Hallo Axel, ja, leider nur noch sehr selten zu sehen. Ich habe schon ein paar der rumänischen Exemplare gesehen auf Flugtagen in Belgien und den Niederlanden. Leider werden sie nicht mehr so lange fliegen und wohl durch F-16 abgelöst. Sehr beeindruckend finde ich auch den Start der Maschine, wenn der Nachbrenner zündet.
    viele grüße, Wolfgang
  • DDA 21/08/2013 8:52

    @Claire, die Konstruktion feierte in diesem Jahr den 55 Jahrestag des Erstfluges.

    @smokeonthewater
    Glicklicherweise war die Teilnahme dieser Maschine vorher angekündigt worden und sie fand auch - dies ist wirkich nicht immer selbstverständlich - statt. So blieb ein wenig Zeit für die Planung.
    An das Auftreffen der Machschen Kegel kann ich mich auch noch erinnern, heutzutage hat dies ganz großen Seltensheitswert. Ich hab den letzten vor drei Jahren in der Schweiz gehört...

    @Annette,
    für Bilder eines solchen Flugzeuges hätte ich wahrscheinlich auch mehr auf mich genommen - auch (für mich) eher unangenehme Verhältnisse wie Kälte und Nässe..

    Axel
  • Annette He 21/08/2013 8:24

    Das ist ein beeindruckendes Bild. Hut ab vor dem Fotografen, der bei den heftigen Bedingungen tapfer durchgehalten hat.

    Gruß,
    Annette
  • smokeonthewater 20/08/2013 22:18

    Du scheinst zu wissen, wo man die Raritäten findet. Gut mitgezogen!
    Für mich verbinden sich mit der MiG 21 die unzähligen Durchbrüche der Schallmauer über Leipzig zu DDR-Zeiten. Da klirrte das Glas in der Vitrine, die Fensterscheiben zitterten, der Putz bröckelte, manchen Leuten sind wohl auch teure Vasen aus dem Regal gefallen.
    Und Kecskemet war mal ein Urlaubsziel in den 80er Jahren: Mit Schlafsack und Isomatte im Freien gepennt, weil wir das Geld für andere Dinge als Herberge ausgeben wollten.
    LG Dieter
  • Claire Werk 20/08/2013 21:25

    Die fliegen also noch, na dann kann die Technik ja nicht schlecht sein.
    LG Claire