Meinolf Lipka


Premium (Pro), Braunschweig

Familienfoto

Das Schöne an der Fotografie ist ja, es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Gerade zur Weihnachtszeit werben einige Fotografen mit Bildern der Iris als Geschenkidee.

Da ich keine Ahnung habe, wie die Anderen das machen, habe ich mich gefragt, ob ich so etwas auch mit meinen vorhandenen Mitteln und Kenntnissen hinbekommen würde. Das Hauptproblem ist sicher die Beleuchtung des Auges. Zu hell darf sie nicht sein und Spiegelungen sind garantiert zu erwarten. Zu langes Belichten ist auch nicht gut, Verwackelungsgefahr und eine hohe ISO Zahl gibt Rauschen.

Es folgten zwei Tage des Nachdenkens, Probierens und Bastelns und das Ergebnis ist dieses Familienfoto der anderen Art.

Nach ein paar Selbstversuchen haben sich freundlicherweise noch meine Frau und eine meine Tochter als Versuchspersonen zur Verfügung gestellt. Danke für die Geduld.

Verwendet habe ich letztlich ein 180mm Makroobjektiv mit max. geöffneter Blende. Als Beleuchtung habe ich einen Ringblitz benutzt, den ich aber nur auf Dauerlicht gestellt habe. Ein direktes Blitzen aus dieser kurzen Distanz ins Auge wollte ich nicht. Bei ISO 100 kam ich so auf eine Belichtungszeit von ca. 1/60 Sek. Die Kamera habe ich so vor dem Auge platziert, dass sie Spiegelung der Ringleuchte nur in der Pupille zu sehen war. Da konnte ich sie mit PS einfach ausmaskieren. Die Freistellung der Iris und die Gestaltung des finalen Familienfotos wurden ebenso im PS umgesetzt.
Ich hoffe es gefällt und probiert es doch auch mal.

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