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Köhlerin


Premium (Basic), Lichtenau

Nichts mehr

... und alles ist dunkel ...

Commentaire 15

  • va bene 04/07/2021 0:45

    das lässt einen nicht kalt.... was auch immer es ist, es ist stark
  • sabiri 20/06/2021 17:36

    Ein gut komponiertes Bild - der Schatten rechts passt gut zum außermittigen Bild -,dass sehr gut in die Corona Zeit passt. Es drückt nicht die Krankheit selber aus sondern die Kollateralschäden, die die Maßnahmen zur Eindämmung anrichten können. Über die Notwendigkeit der Maßnahmen will ich hier nicht reden. Das ist ein Thema mit dem ich selber nicht fertig bin. Unsere Tochter - noch keine dreißig - kämpft mit offenbar psychosomatischen Beschwerden im Kopf. Jetzt wo sie wieder Tanzen gehen kann und weniger Homeoffice hat, geht es ihr Gott sei Dank wieder besser. Sie ist  tageweise zu uns gezogen, weil sie es nicht mehr ausgehalten hat.
    Die großen Gewinner sind (noch) die Rentner. Durch die einseitige Rentengarantie, gibt es mehr Geld obwohl die Gehälter im Schnitt gesunken sind. Ich selber darf also nicht klagen.
    Die alten Leute werden halt als Stimmvieh gebraucht. Trotzdem werden sich auf Dauer weder das Niveau der Renten oder Pensionen noch die sinnlos ausufernden Sozialleistungen halten lassen.
    LG Gerhard
  • Sonja.A 07/06/2021 22:35

    Ich schaue und überlege.....Kopfkino vom allerfeinsten !
    Lg Sonja
  • Anette Z. 06/06/2021 17:43

    Das Bild ist echt brutal! Von daher hoffe ich auch, es ist nur gestellt. Ich weiß ja, was die momentane Zeit mit einem machen kann. Man macht weiter, weil es sein muss. Und irgendwann stellt man fest, dass man schon lange den festen Boden unter den Füßen verloren hat. Man ist auf der Planke über die Kante gegangen. Und jetzt hat man den Schwerpunkt überschritten und kippt. Zurück geht nicht. Weil die Planke mit kippt. Man ist schon zu weit weg, um sich irgendwo festzuhalten.

    Die Bearbeitung bringt das besonders stark rüber. Da fehlt jeder helle Ton. Selbst was „Weiß“ um den Schatten herum ist mehr „Mittelgrau“ als „Hellgrau“ Die dunklen Töne saufen im Schwarz ab.

    Die Haltung mit der Bettdecke erinnert mich spontan an alte Bilder von Maria, die den Leichnam ihres Sohnes hält. Da wird Tod betrauert. Oder man sucht verzweifelt Halt in Menschen, die nicht da sind.
    Die Decke geht nach unten weiter und sollte eigentlich wärmen. Aber sie wird so zusammengeknäult – in dem Versuch, sich daran festzuhalten, dass sie ihre Funktion verliert.

    Wenn ich das sehe, dann kommen mir spontan Coronaassoziationen. Von Menschen, die sagen „Ich bin es gar nicht mehr gewöhnt, raus zu gehen. Ich kriege Angst, wenn ich all die Menschen sehe“. Die ziehen sich dann zurück und kapseln sich ab.
    Eigentlich müssten wir jetzt auf diese Menschen achten. Auf die, denen wir mit dem Lockdown zu viel abverlangt haben. Die darunter zusammengebrochen sind. Aber die fallen einfach hinten runter.
    Wenn man monatelang von sozialen Kontakten abgesperrt wird, dann wirkt das wie ein Verstärker für die eigenen Probleme. Man hat keine Möglichkeit, aus den Problemen raus zu kommen, hängt ewig damit fest. Irgendwann werden die Probleme dann zu groß und plötzlich landet man in einer Depression. Aus der man nicht raus kommt, wenn das Land immer noch zu ist. Man kann ja all das nicht machen, was man normaler Weise in einer Depressionstherapie machen würde: Raus gehen, Menschen treffen, sich ablenken, das Leben wieder aufnehmen oder neu anfangen.

    Ich kenne jemand, die hatte sich gerade von ihrem Mann getrennt als der erste Lockdown kam. Sie war jahrelang für die Kindererziehung zuständig. Hat nebenbei nur Teilzeit und selbstständig gearbeitet. Kurse an der VHS gegeben. Seit über einem Jahr kann sie ihr Leben nicht neu anfangen. Weil jede Form von selbstständiger Arbeit für sie verboten war. Keine Kurse, kein Handwerk. Sie steckte fest.
    Im Januar fing sie an, von Selbstmord zu reden.
    Viele Menschen da draußen sagen „Es ist doch jetzt wieder offen, du kannst doch jetzt wieder …“ Aber ihr Gewerbe – Handwerk, Kunst, Workshops – ist zuletzt dran. Sie wartet immer noch auf die staatliche Arbeitserlaubnis. Und für jemand mit Depressionen ist es einfach zu viel verlangt, dann kreativ zu werden und sich die Lücken zu suchen!
    Gruß, Anette
    • Köhlerin 06/06/2021 18:08

      Hi Anette, ja Corona lässt so manchen ahnen, was Depressionen sind. Diejenigen die die Krankheit haben, hat es völlig aus der Bahn geworfen.
      Du siehst es richtig, ich habe das Bild bewusst so dunkel gehalten, Helligkeit passt einfach nicht dazu.
  • Tobila 06/06/2021 13:03

    verocain 5. Juni 2021, 11:22
    Das nimmt aber ziemlich mit, ich hoffe das ist nur gestellt. Denn es ist mehr als nur etwas depressiv in der Stimmung, es scheint regelrecht zerstört.

    Ich hoffe.... wie verocain...  Beate...

    Selber bin ich im Moment in einer Auszeit und erlaube mir einen kleinen Reingucker bei Dir... :-)Ganz liebe GrüsseToni
  • emen49 06/06/2021 11:06

    Da ist Verlust im Spiel... Verzweiflung, Einsamkeit... Hilfe von Freunden, wenn man sie denn hat... aber oft reicht das nicht und es ist professionelle Hilfe angesagt...
    Hier hast du mit deiner Arbeit starke Emotionen ausgedrückt!
    Wünsche Dir einen erholsamen Sonntag
    Viele Grüße
    Marianne
  • wintgen michael 06/06/2021 9:52

    Ein Bild...und mehrere Geschichten kann man sich vorstellen. Hervorragend.
    LG Michael
  • SandrA 06/06/2021 7:20

    Das menschelt sehr, sogar die Decke hat, wie sie liegt, etwas Menschliches an sich. Die Umarmung eines Kindes. Die Umarmung des eigenen inneren Kindes in dem Bewusstsein, dass es da ist.....
    LG Sandra
  • Briba 05/06/2021 21:33

    Ich empfinde es nicht so dramatisch und verzweifelt wie andere Kommentatoren hier. Ich denke, so kann es eben sein im Leben und dann muss es raus. Ihn loswerden, den Kummer, die Seele befreien. Erst nach einem Zusammenbruch hat man oft erst die Kraft, wieder aufzustehen.
    LG Briba
  • Hörbie40 05/06/2021 12:54

    Totale Verzweiflung, total sich aufgeben. Gutes Portrait mit vielen offenen Fragen, das auch keinen Anknüpfpunkt für die Lösung bietet. Doch das graue Weiß bietet psychologisch so einen leichten Ansatz nicht nur über das Negative nachzudenken und auch positiv zu sehen. LGH
  • verocain 05/06/2021 11:22

    Das nimmt aber ziemlich mit, ich hoffe das ist nur gestellt. Denn es ist mehr als nur etwas depressiv in der Stimmung, es scheint regelrecht zerstört.
  • Davina02 05/06/2021 9:46

    Gerade jetzt in Zeiten der Coronapandemie so häufig zu sehen: Depressisiv, in sich gekehrt, traurig, allein!
    LG Angela
  • Frau von Bödefeld 05/06/2021 6:30

    Da muß ich Monsieur CHRIS beipflichten.
    Ich finde auch das es etwas heller sein dürfte.
    LG Babs
  • der andere Fotograf 04/06/2021 20:47

    sehr emotional - das Zeigen ist ein Schritt in die richtige Richtung!

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APN Canon EOS 70D
Objectif TAMRON SP 17-50mm f/2.8 Di II VC B005
Ouverture 8
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Focale 26.0 mm
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