Lubeca


Premium (Pro), Buchholz i.d.N.

Das Taufbecken

Ursprünglich waren Taufbecken relativ einfache Gefäße aus Stein, aber mit dem zunehmenden Repräsentationsbedürfnis der reichen Kaufleute breiteten sich die aus Bronze gegossenen sogenannten Fünten besonders in den Hansestädten des südlichen Ostseeraumes aus und finden sich heute noch in vielen Kirchen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Niedersachsen.

Nicht alle sind aber so groß und prächtig wie das ungefähr 420 Liter Wasser fassende Tauffass im Lübecker Dom, das im Jahr 1455 von dem in Norddeutschland tätigen Bildhauer und Erzgießer Lorenz Grove (vor 1434 – 1478) angefertigt wurde. Nach dem Guss des Kessels wurden separat noch zwölf Figuren geformt, die anschließend auf den Kessel aufgenietet wurden, der von drei knienden Engeln getragen wird.

Obwohl der Dom beim Luftangriff der Alliierten in der Nacht vom 28. auf den 29. März 1942 größtenteils zerstört wurde, konnten dennoch viele Kunstschätze von unschätzbarem Wert gerettet werden, u.a. auch das Taufbecken. Nach dem sich über Jahrzehnte hinziehenden Wiederaufbau steht es nun allerdings nicht mehr an seinem ursprünglichen Standort neben der Orgel am Haupteingang, sondern in einer eigens geschaffenen, lichtdurchfluteten Taufkapelle.
(Quelle: Wikipedia)

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