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Kokerei Hansa - Benzol u.Naphtalinwäscher

Benzol und Naphtalinwäscher
Bei der Verkokung fällt eine Vielzahl von gasförmigen Stoffen an. Das gereinigte Kokereigas hat folgende Bestandteile, die je nach Kokerei und Einsatzkohle schwanken: 55 % Wasserstoff, 25 % Methan, 10 % Stickstoff und 5 % Kohlenmonoxid. In dem Rohgas sind noch folgende Bestandteile enthalten: Kohlendioxid, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, höhere Kohlenwasserstoffe und Aromaten, die weitgehend entfernt werden.
Bei der Verkokung fallen etwa 25 % der eingesetzten Kohle als flüchtige Bestandteile an. Eine Tonne Kohle ergibt 280 m³ Kokerei-Reingas und ca. 55 kg klebrigen Steinkohlenteer. Das Kokereigas wird aus dem Gassammelraum oberhalb der Schüttung aus dem Koksofen abgesaugt. Durch die Abkühlung mit Wasser wird Teer abgeschieden. Das Rohgas wird abgekühlt und einer Reinigung in Gaswäschern unterzogen. Es werden die eine Gasnutzung beeinträchtigenden Bestandteile wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Benzol und Aromaten wie Naphthalin weitgehend entfernt und diese werden als sogenannte Kohlenwertstoffe weiter aufbereitet. Dieses Gas wird als teilgereinigtes Kokereigas oder Koksgas bezeichnet. Es wird in Kokereien, die nicht als Hüttenkokerei in einem Gichtgasverbund eingebunden sind, teilweise zur Unterfeuerung der Koksöfen genutzt. Naphthalin wird aus der Mittelölfraktion des Steinkohlenteers (bis zu 11 %), sowie Braunkohlen- und Holzteer, Crackgasöl oder auch aus Kohle, wenn diese verkokt wird, gewonnen. Im Steinkohleteer ist es mengenmäßig die größte Komponente. Es kommt auch in Petroleum und anderen fossilen Energieträgern vor und entsteht auch bei der Verbrennung von Holz oder Tabak. Naphthalin wird von Gaswerksstandorten und Holzimprägnierwerken emittiert, des Weiteren entsteht es auch auf Mülldeponien.

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