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Lutz Bittag


Premium (World), Bad Schmiedeberg (Sachsen-Anhalt)

Wildenbruch

Heute zum Sonntag nehme ich euch mal wieder mit ins Land Brandenburg, diesmal in den Landkreis Potsdam-Mittelmark.
Das Foto zeigt die wuchtige Feldsteinkirche von Wildenbruch am Großen Seddiner See, den ich umwandert habe. Wildenbruch liegt zwischen Michendorf und Luckenwalde am Rande des Naturparks Nuthe-Nieplitz.

Das findet man bei Wikipedia über diese Kirche:
Der Bau der Feldsteinkirche Wildenbruch wird dem Anfang oder der Mitte des 13. Jahrhunderts zugeordnet. Trotz ihres wuchtigen Breitturms und ihrer ein Meter dicken Mauern ist das Bauwerk entgegen anderslautenden Darstellungen keine Wehrkirche und auch keine Kirchenburg. Dazu fehlten Möglichkeiten zur aktiven Verteidigung wie Schießscharten und hohe Wehrmauern um die Kirche herum sowie räumliche Möglichkeiten zur Vorratshaltung von Lebensmitteln.
Beim Bau der Kirche aus äußerst spröden und harten Granitbrocken sollen die Zisterzienser-Mönche des Klosters Lehnin beratend tätig gewesen sein. Der Westturm ist aus nahezu würfelförmig behauenen Feldsteinen geschichtet und hat eine Länge von 5,85 und eine Breite von 11,55 Metern. Er übertrifft die Breite des Kirchenschiffs, die bei 10,50 m liegt (Länge 11,20 m). An das Schiff schließen sich ein schmaler Chor (Breite 8,25 m, Länge 5,85 m) und eine gleichfalls schmale Apsis an. Die mittelalterliche Dachdeckung bestand wahrscheinlich aus Mönch und Nonne Ziegeln. Das Dach der Apsis wurde vermutlich um 1600 neu errichtet. 1737 erhielt der Breitturm einen Fachwerkaufsatz, der nach zwischenzeitlichen Veränderungen 1992 auf den dokumentierten Ursprungszustand von 1737 zurückgeführt wurde. Auf dem 24 Meter hohen Turmknauf krönt die Wetterfahne von 1737 mit der Inschrift „A.F.v.R.“ des Patronatsherren Adolph Friedrich von Rochow den Bau.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgten mehrfach Reparaturen des Turmdachs und Gemäuers. 1877 folgte eine Umgestaltung des Kircheninneren und der Einbau einer dreiseitigen Empore auf gusseisernen Stützen. Den Innenraum prägt eine weiße Kreideschlämmung. In der Apsis wurden mittelalterliche Malereien freigelegt und restauriert. Laut Engeser/Stehr lässt sich die Wildenbrucher am besten mit der Feldsteinkirche von Linthe vergleichen.
Die ursprüngliche Orgel aus dem Jahr 1884 wurde 1927 unter Beibehaltung des qualitätsvoll geschnitzten barocken Prospektes durch Alexander Schuke durch ein neues Instrument ersetzt, das wiederum 1998 durch Matthias Schuke um zwei Register ergänzt wurde. Das Instrument aus der Potsdamer Schuke-Werkstatt ist mit einem Manual, neun Registern und Pedal ausgestattet. Als Offene Kirche ist der Feldsteinbau, in dem regelmäßig Konzerte und wechselnde Ausstellungen stattfinden, am Wochenende zugänglich.

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Dossier Berlin-Brandenburg
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Exif

APN Canon EOS 60D
Objectif ---
Ouverture 10
Temps de pose 1/100
Focale 20.0 mm
ISO 100