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apollinariskirche

Die Apollinariskirche liegt oberhalb der Stadt Remagen auf einer Anhöhe, die heute Apollinarisberg heißt, einem Ort mit langer Geschichte. Wie Funde aus der Römerzeit zeigen, wurden bereits in der Antike hier die römischen Götter verehrt.Während des 5. und 6. Jahrhunderts erhielt der Berg den Namen Martinsberg, weil hier in fränkischer Zeit vermutlich eine Kapelle zum heiligen Martin stand, der der Patron der Franken war. Im neunten Jahrhundert entstand anstelle der Kapelle eine romanische Kirche. Im Jahr 1110 errichteten die Benediktiner von Siegburg auf Initiative der Bevölkerung von Remagen eine Propstei. Ende des 14. Jahrhunderts gelangten wahrscheinlich die Reliquien des heiligen Apollinaris auf den Berg. Seit dem Jahr 1384 ist auf dem Apollinarisberg eine Wallfahrt zu dem Heiligen bezeugt. Ebenfalls stammt der Sarkophag mit der Hauptreliquie in der Krypta der Kirche aus dem 14. Jahrhundert.Vom 25. März 1857 bis zum 31. Dezember 2006 betreuten die Franziskaner die Wallfahrt auf dem Apollinarisberg. Seit dieser Zeit findet in jedem Jahr die zweiwöchige Apollinariswallfahrt im Juli und August statt. Während des Kulturkampfes wurde das Franziskanerkloster aufgehoben, jedoch konnte dank der großen Verbundenheit mit der Remagener Bevölkerung eine kleine Gruppe der Ordensleute weiter hier seelsorglich tätig sein. 1884 ließ die Familie von Fürstenberg-Stammheim, die im Besitz der Apollinariskirche ist, auf dem Gelände der Kirche eine Gruft anlegen, in welcher der 1859 verstorbene Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim seine letzte Ruhestätte fand.Während des Zweiten Weltkrieges, von dem die Stadt Remagen wegen ihrer strategisch wichtigen Rheinbrücke stark betroffen war, blieb die Apollinariskirche weitgehend unversehrt. Die Franziskaner boten der Bevölkerung in ihren Räumlichkeiten Schutz und standen ihr seelsorglich zur Seite.Seit 1985 wird die Apollinariskirche umfangreich renoviert. Die Außenrenovierung konnte 2005 abgeschlossen werden. Seit Mitte 2005 finden im Inneren der Kirche weitere umfassende Restaurierungsarbeiten statt. Die Renovierungsarbeiten wurden unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert.Ende des Jahres 2006 verließen die Franziskaner aus ordensinternen Gründen Kloster und Kirche. Am zweiten Weihnachtstag wurden sie in einem feierlichen Pontifikalamt im Beisein von Weihbischof Jörg Michael Peters verabschiedet. Im Februar 2007 übernahm die Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe, ein niederländischer Orden, die Betreuung des Wallfahrtsortes.

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