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Der Quallfisch

Und hier das Rezept für Wilhelma:

Gerösteter Quallfisch auf Regenbogenflaggenfisch-Risotto
Man begebe sich ans Ufer, halte einen hochwertigen Breitmann-Kescher zeitnah übers Wasser und bitte einen vorüberschwimmenden Quallfisch, dort zwecks späterer Verspeisung hinein zu hüpfen. (Der Quallfisch, dessen innerstes Bestreben die Hingabe des eigenen Lebens für andere ist und der es deshalb fast zum Wappentier Marodistans gebracht hätte, tut dies gerne und haucht schon auf dem Nachhauseweg des Fischers glücklich sein Leben aus.)
Fisch entschuppen, der Länge nach aufschneiden, entleeren, entgräten und mit drei bis vier Wassermelonen gefüllt wieder zunähen. Mit Tabascospritzern, Sonnenmilch LF 50+ und einer preiswerten Anti-Aging-Krem marinieren und für ca. 2 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort gehen lassen.
Wenn der Quallfisch die vierfache Größe erreicht hat, vorsichtig die Marinade abspülen und den Fisch mit Henna und Tintenfischtinte nach Gusto mit hübschen Mustern bemalen. Dann auf einen gesalzenen Nordic-Walking-Stock pinnen und etwa 18 cm über der offenen Flamme eines Feuerzeuges oder eines brennenden Buchenscheites mit langsamen Drehbewegungen rösten (nicht grillen!).
Unterdessen mit der freien Hand das Risotto schön schlunzig zubereiten. Wir empfehlen marodistanischen Arborio mit Mikro-Schalottenwürfeln in gelbgrünem Olivenöl anzuschwitzen, ihn dann mit einem 2002er Hasenbauch-Riesling abzulöschen (wenn Kinder mitessen, kann der Wein durch Wein ersetzt werden) und danach klare Kloßbrühe anzugießen. Eine Dose Regenbogenflaggenfischwürfel (im Feinkostbedarf) zum Ende der Garzeit unterheben und das Geschwurbsel adrett und gefällig auf schlichten Tellern anrichten. Den Quallfisch in der Mitte der Tafel platzieren und mit 2,5 Kilo Röstaromen bestreuen.
Guten Appetit!

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