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In der Roseburg

Die Roseburg liegt an der Straße der Romanik
zwischen Rieder und Ballenstedt, gehört aber aufgrund ihrer Historie nicht zu den Bauten, die diese Straße ausmachen.
Einen Besuch ist sie aber allemal wert...

Der Bauherr der Burg war Bernhard Sehring. Der Berliner Architekt und Bauherr lebte von 1855 bis 1941. Die bekanntesten Bauten Sehrings sind wohl das Theater des Westens sowie das Berliner Künstlerhaus St. Lucas.
Sehring erfüllte sich mit der Roseburg einen lang gehegten Wunsch nach einem adäquaten Wohnsitz, in den er all seine Kreativität und Erfahrung einbrachte.
Das Areal, auf dem die Roseburg steht, liegt in etwa 250 Meter Höhe auf einem Felsrücken aus Muschelkalk am Westende der Steinberge, wo in der Vergangenheit schon eine Burg stand. Deren erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 963 und nennt den Namen „Rothallasburc“. Viel mehr ist aber nicht bekannt.
Der Bau von Burg und Park nahm 18 Jahre, von 1907 bis 1925, in Anspruch. Insgesamt soll der engagierte Architekt 13 Millionen Reichsmark verbaut haben, wobei allein die aufwändige 1600 Meter lange Außenmauer über 1 Million Reichsmark gekostet haben soll.
Entstanden ist ein Burgensemble mit vielschichtigen Stilelementen. Romanisches Flair und italienischer Frühbarock bilden eine Einheit mit Jugendstil und Klassizismus, eingerahmt von einer großzügigen Parkanlage nach Vorbild eines englischen Landschaftsgartens, mit Türmen, Wasserkaskaden und Obstgärten. Aus Geldmangel konnten aber nicht alle Pläne vollendet werden.
Nach Sehrings Tod im Jahr 1941 sowie dem seiner Frau im Jahre 1950 erlebte die Roseburg eine sehr wechselvolle Geschichte.
Seit 2006 ist sie im Besitz eines Privatinvestors, der Erhaltungs-, Sanierungs- und Restaurationsarbeiten an Gebäuden und Park durchführt.

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