Stupa Boudhanath

Nepal. Für einige Tage in Kathmandu zu sein, bedeutete für mich nach längerer Zeit wieder die Faszination Südasiens erleben zu dürfen. Mitte Januar 2020 war ich das letzte Mal in Indien, umso aufgeregter war ich nun, in Nepal, was mir bis Dato unbekannt war, unterwegs zu sein.

In der lebendigen Millionenstadt Kathmandu finden sich überall verteilt schöne Sehenswürdigkeiten, wie die Stupa Boudhanath, eines der 7 UNESCO Weltkulturerbestätten des Kathmandu-Tals. Beeindruckt von dieser imposanten Stupa, die mit ihrer riesig weißen Kuppel, die die Augen Buddhas zieren, liegt eine mystische, spirituelle Atmosphäre, in der Luft.

Die Szenerien drum herum sind einfach betörend. In diese so für uns so fremde Welt einzutauchen, gewährt einem interessante Einblicke in das Leben vor Ort und ermöglicht oft spontan Zugang zur heimischen Bevölkerung zu bekommen. Für jeden Besucher, und natürlich auch ganz besonders für Street-Fotografen, ein echtes Eldorado.

So entdecke ich diese Mädchen und Jungen, die auch auf einem Schulausflug in Kathmandu unterwegs sind, um sich auch diese Stupa ansehen. Beim Entgegenkommen ergibt sich oftmals ein freundliches „Hello, where are you from? “, was ausreichte um sie aus dieser kurzen Begegnung heraus, spontan für ein Bild zusammenzubringen. Die Kids tragen überall im Land, vor allem sehr bewusst und gerne, ihre traditionelle Kleidung, auch wenn Jeans und Sneakers nicht mehr wegzudenken sind. Eine Mischung aus Tradition und Lifestyle, die in der heutigen Zeit einfach mit zum Aufwachsen dazu gehört.

Auch wenn wir als klassische Touristen zu erkennen sind, fühlen wir uns zwischen Mönchen und Pilgern, die ihre rituelle Prozession entlang der Gebetsmühlen durchführen, mehr als willkommen. Rund um die Stupa, die als die größte im ganzen Land gilt, wehen kleine bunte Gebetsflaggen im Wind. Hier ist ebenso die größte tibetisch-buddhistische Gemeinde Kathmandus ansässig. Zu entdecken gibt es unendlich viel, so bemerkt man Pilger mit Butterkerzen und Souvenirs durch die Stände schlendern. Stimmungsvolle tibetische Musik aus den umliegenden Gebäuden ertönt im Hintergrund. Verlässt man den Hauptplatz und durchläuft die schmalen und verwinkelten Gassen hinter der Stupa, finden sich farbenfrohe Kloster und die dort lebenden Mönche antreffen. Die tibetischen Buddhisten, die hier leben, gehen außerdem ihren täglichen Geschäften nach. Die meisten Klöster darf man auch betreten.

Das Rad der Lehre
Das Rad der Lehre
Jürgen Ringmann

Gebetsmühle im Boudhanath Tempel
Gebetsmühle im Boudhanath Tempel
Jürgen Ringmann

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