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Draußen vor dem Tore

Vor ihrem Zusammenschluss im Jahr 1265 bestand Rostock aus drei einzelnen Kaufmannssiedlungen, von denen auch jede ihren eigenen Marktplatz hatte. In der Neustadt war das der Hopfenmarkt, der in einer Gabelung zweier Handelswege entstand und deshalb eine ungewöhnliche dreieckige Form hatte. Mit der Gründung der Rostocker Universität im Jahr 1419 wurden einige Gebäude an der Stirnseite des Platzes zu Universitätsgebäuden umfunktioniert –die meisten davon wurden dann im Laufe der Jahrhunderte abgerissen und neu gebaut-, und der Name änderte sich in Universitätsplatz.

Heutzutage ist der breite, mit einem großen Springbrunnen geschmückte Platz Beginn der Fußgängerzone und lebendiger Mittelpunkt des historischen Rostocker Zentrums. Das Foto zeigt den Blick aus dem Eingangstor des vom Zisternienserorden gegründeten „Kloster Zum Heiligen Kreuz“. Die klassizistischen Gebäude rechts wurden im 18. Jahrhundert als Repräsentationsbauten der mecklenburgischen Landesherren errichtet und werden heute alle von der Universität genutzt. Ungefähr in der Bildmitte geht der Universitätsplatz in die Kröpeliner Straße über, die die bekannteste Einkaufsmeile Rostocks darstellt und auch durch ihre Vielzahl an liebevoll restaurierten Giebelhäusern aller möglichen Stilepochen beeindruckt.

Über all dem trohnt der mächtige Westbau der Marienkirche, der ursprünglich als Doppelturmanlage geplant war, so aber nie ausgeführt wurde. Stattdessen erhebt sich über einem zusätzlichen Stockwerk mit Schalllöchern für die Glocken ein Zeltdach mit einer Laterne und verleiht so der dreischiffigen Basilika ein zwar gewöhnungsbedürftiges, aber dennoch beeindruckendes Aussehen.

Die Marienkirche vom Gehlsdorfer Ufer aus gesehen:

Abends an der Warnow
Abends an der Warnow
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Rostock am 24. März 2016

Commentaire 34

  • emen49 01/07/2021 13:56

    Ein interessanter Blick zur Marienkirche... starke Bildgestaltung!
    Viele Grüße 
    Marianne
  • Alfred Photo 15/11/2020 23:21

    Das Mauerwerk sieht ja sehr schön aus. Geschickt mit den eingearbeiteten Kreuzen.
    Auch der Blick nach dem Tor ist sehr schön anzusehen.

    VG
    Alfred
  • Günter de Graph 11/03/2019 10:49

    Wunderbar hast du das Tor als Bildanfang genutzt.
    Leider haben die Verantwortlichen keinen Sinn für
    die fotografierende Bevölkerung und finden immer
    besonders störende Stellen für ihre Verkehrsschilder.
    Davon kann ich nur ein zu trauriges Lied hier in meiner
    Stadt singen.
    So ist mir dort so ziemlich die Lust am fotografieren vergangen,
    obwohl es eine sehr schöne Stadt ist.
    Aber ausgerechnet an der eigentlich besten Stelle stört immer was
    gigantisch.
     Dir eine schöne neue Woche...... Günter
  • Reinhard D. L. 15/01/2018 19:52

    schöner bildaufbau durch das tor auf die kirche.
    gruß
    Reinhard
  • Eifelpixel 14/11/2017 9:25

    Das Tor schön als natürlichen Rahmen im Bild genutzt
    Immer ein schönes Motiv wünscht Dir Joachim
  • Doreen A. 28/07/2017 23:42

    Wie oft war ich schon in Rostock? Unzählige Male. Durch das Klostertor bin ich auch schon oft gegangen, aber nie habe ich diesem Blickwinkel beachtet.
    Tolle Idee und super fotografiert!
    Klasse!
    L.Gr. Doreen
  • Tavor 05/04/2017 16:38

    Ich mag es, wenn man diesen Blickwinkel wählt und dem Betrachter damit regelrecht den Zutritt zu dem Ort, den man da festgehalten hat, öffnet. Hier trägt das weiche Winterlicht sehr zu der schönen Wirkung deiner Aufnahme bei.
    Herzliche Grüße. Stefan
  • H. Sophia 16/06/2016 12:10

    In dem Gebäude rechts befindet sich der sogen. Barocksaal.
    Falls von Interesse, kann man hier einiges nachlesen...
    http://www.barocksaal-rostock.de/historisches.php

    LG Sophia (ehemalige Rostockerin, jetzt wohnhaft auch in der Königin der Hanse)
  • s. sabine krause 12/04/2016 14:31

    der standpunkt "draußen vor dem tore" ist gut gewählt, denn er setzt den betrachter mitten in die szene hinein und schürt die lust in ihm, ins bildinnere bzw. in richtung kröpeliner straße loszuschlendern, um die vor ihm liegende stadtwelt zu erkunden! bevor ich diesem drang jedoch nachgebe ; ), verweile ich noch ein bisschen beim (fast ein wenig düster wirkenden) tor selbst, dem man die klostervergangenheit ja nach wie vor ansieht! mich faszinieren die nischenhaften "hohlen" kreuze im mauerwerk!! lg, sabine.
  • Gisela57 11/04/2016 17:37

    SEHR wirkungsvoll und gelungen finde ich die Idee, für diesen Blick das Klostertor einzubeziehen. Es sorgt für einen reizvollen VG, eine gute Blickführung, starke Tiefen-Illusion und das Element "Sakralbau" wird wunderbar stimmig im HG noch einmal von der Marienkirche aufgegriffen . . . das gefällt mir super gut. Die Gelegenheit, wo das Tor offen steht, hast du also ideal genutzt. Die vielen unterschiedlichen Bauwerke lassen erahnen, dass es sich hier um eine alte, geschichtsträchtige Stadt handelt. Darstellung und Text bereichern den Betrachter.
    LG Gisela
  • Arnold. Meyer 10/04/2016 19:35

    Schön durch die Tore gerahmt.
    lg Arnold
  • BurkhardLoll 09/04/2016 22:06

    Schön Sabine,
    da bist Du mal wieder mit offenen Augen und Blende spazieren gewesen. Und dann noch Dein Kommentar . . .
    Gruß Burkhard
  • Margret u. Stephan 09/04/2016 18:13

    Wie sich doch alles "rausgeputzt" hat, ich bin begeistert darüber.
    Ein wundervoller Blick durch das alte Tor und über das alte Straßenpflaster was der Stadt auch viel Charme verleiht.
    Man kann sich das bunter Treiben i der Fußgängerzone sehr gut vorstellen und sicher gibt es viel viel Schönes in Rostock zu entdecken....
    Danke für die Info und das schöne Bild!!
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
    Margret.
  • Maik Köster 09/04/2016 15:42

    Schöner Durchblick, Rostock lohnt sich wirklich.
    Gruß Maik
  • DietmarsBildPC 08/04/2016 22:08

    Wunderbare sinnbildliche Darstellung beim Verlassen eines vielleicht schützenden Ortes hinein in den neuen Lebensabschnitt mit all seinen Reizen und Gefahren. Mehrfach erleben wir solche Situationen in unserem Leben, nehmen sie bewusst oder weniger bewusst auf. Besonders schön ist Dir dabei die Blickführung gelungen. Trotz aller Lust und Neugier aufs Leben, einmal gefundene Wertvorstellungen begleiten auch den neuen Weg. Sehr ansprechend sind die Farben und Grafik.
    Ein schönes Wochenende wünscht Euch Dietmar